Pressestimmen 2016

Im April 2016 ist das dritte VADOT-Album “Von Luft und Likes” erschienen.
Wir haben die schönsten Pressestimmen an dieser Stelle nochmal zusammengefasst.

Westzeit “Daumen hoch!”
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Mindestverzehr “nicht nur oberflächlich anhören”
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Orkus “eine Schippe obendrauf”
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Sonic Seducer “Vadot klingen immer geschmackvoll”
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radio-darkfire.com „erfrischend unterhaltsam mit tiefgängigen Texten“
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be-subjective.de “Elektro-rockig dunkelschön”
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zitty-Magazin KW14 “Tonträger der Woche”

Pressestimmen

geisterspiegel.de 01/2013 Die Berliner Vadot haben nach In Gottes Namen (2010) mit Teufels Beitrag ihr zweites Album veröffentlicht. Releasedatum der CD war der 31.10.2012.

Als »Alternative-Wave« bezeichnen sie selbst ihren elektronisch geprägten Stil, der aber durchaus auch rockige Elemente aufweist. Die Instrumentierung besteht aus Synthesizer, Gitarren und Schlagzeug. Doch am markantesten sind sicherlich die anspruchsvollen, deutschsprachigen Texte, die intensives Zuhören verlangen und von Vadot, dem Mastermind des Trios, nicht nur allesamt geschrieben wurden, sondern von ihm auch mit markanter Stimme, die einen hohen Wiedererkennungswert besitzt, zum Vortrage gebracht werden. Thematisch stehen dieses Mal die sieben Todsünden im Fokus und damit das Böse, aber auch das Gute, im Menschen.

Teufels Beitrag ist ein Werk fernab von gängigen Klischees, das den Intellekt seiner Zuhörer fordert, aber gleichzeitig auch einen musikalischen Unterhaltungswert bietet mit einem Songwriting, dem durchaus tanzbare Rhythmen zu eigen sind. Gleich der erste Track Nahrung für die Seele übt Kritik an unserer Konsumgesellschaft, dem Verlust an Qualität und der zunehmenden Verdummung und Antriebslosigkeit der Menschen.

Motten ums Licht erzählt von Verführung, Fremdbestimmung, Abgestumpftsein und der Ohnmacht des Einzelnen. Untermalt von einem einprägsamen Pianomotiv, teils elektronisch verfremdet, entwickelt der Song eine ganz eigene, treibende Dynamik. Hochmut ist da weitaus synthetischer instrumentiert, geht eher in Richtung EBM. Der beschriebene Höhenflug gleicht dem des Ikarus und tanzend steuern wir auf den Untergang zu. Das Tal der Tränen kündet von der Vergänglichkeit des Seins. Depressiv, verzweifelt auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Zerrissen vermittelt mit einer faustischen Komponente Ruhelosigkeit, Getriebenheit. Die eigene Persönlichkeit wird aufgegeben, zerbricht an auferlegten Zwängen. Einst gute Absichten verkehren sich ins Gegenteil. Neidlos: Die Unfähigkeit des Menschen aus der Geschichte zu lernen. Angepasst und mit einer Biedermann-Mentalität ausgestattet, lässt der Mensch Dinge zu, die eigentlich im Widerspruch zu seinem innersten Wesen stehen. Der Refrain ist eingängig und verdeutlicht gleichzeitig die sprachliche Kompetenz des Verfassers hinsichtlich singbarer Lyrik: »Wir werden taub sein, wir werden Staub sein, wie totes Laub sein.« Beweg Dich wartet mit einer längeren Instrumentalpassage zu Beginn auf, die Tasten dominieren und setzen die Akzente, das Schlagzeug untermauert den treibenden Beat. Inhaltlich geht es erneut um Hochmut, Eitelkeit und Trägheit. Ein Loblied feiert ironisierend die Korruption, prangert die Ausbeutung Unterprivilegierter an, Profit um jeden Preis. Im Gegensatz zu diesem mehr als ernsten Thema steht der fast fröhlich zu nennende Rhythmus, der den Körper sich im Takt wiegen lässt. Bittersüß und dadurch umso eindringlicher. Hüte Dich schlägt musikalisch eine ganz andere Richtung ein. Generiert dieser Song doch eine unheimliche, bedrohliche Atmosphäre. Eindringlich, beschwörend, mit einem Touch Nightmare Before Christmas. Warnend und fordernd zugleich werden Sexualtrieb und Missbrauch thematisiert. Einer der nachhaltigsten Titel des Albums. Kaputt swingt orchestral, ist rockig und ruft dabei nicht nur zu verbalem Protest gegen die Dekadenz der Gesellschaft auf. Erinnerungen an die legendären Ton Steine Scherben werden wach. Verdammte Seelen überrascht den Hörer mit dunkelromantischer Schönheit und melancholischer Verklärtheit. Gepaart mit einem Refrain, der sich sofort festsetzt und noch Tage später im Ohr bleibt. Zerrissenheit, Ziellosigkeit, Licht und Schatten, ein Song mit Gänsehautgarantie. Du mit Dir weist eine starke sakrale Komponente auf, die sich dann auch auf textlicher Ebene metaphysisch fortsetzt. Deine Scherben: Selbst dem Scheitern kann etwas Positives immanent sein, doch gleichzeitig verdeutlicht dieses Lied auch die Bedeutungslosigkeit des Einzelnen. Ein überlegter, bewusster Abschluss der vorangegangenen Kompositionen.

13 Tracks und knapp 60 Minuten später weiß man, dass man mit Teufels Beitrag ein ganz besonderes, ich möchte gar sagen, wertvolles Stück Musik gehört hat.

Eine Bestandsaufnahme unseres gesellschaftlichen Zustandes, die sich nicht scheut, Missstände beim Namen zu nennen. Texte von visueller Ausdruckskraft, gekleidet in das Gewand dunkler, teils umschmeichelnder, teils elektronisch enervierender, manchmal swingender und manchmal rockiger Töne sowie eine Melange aus all diesen Komponenten und Stilen.

Ein Album, das gehört werden will und muss, das nachdenklich macht und doch auch zum Tanzen auffordert und Mitsingen animiert. Ein Album, das man so schnell nicht vergisst, kurz, ein wichtiges Album!
sonic-seducer.de 10/2012 Das zur Band gereifte Berliner Unternehmen gibt sich selbstbewusst auf seinem neuen Album „Teufels Beitrag“: Mit Wellness-Gothpop wollen Vadot nichts zu tun haben und schufen stattdessen ausdrucksstarken Electro-Wave mit elektronischer und konventioneller Instrumentierung. Ausdrucksstark? Ja: kritisch, sarkastisch und gut verständlich, denn auf Deutsch gesungen.

dunkel-volk.de 10/2012 Unlängst haben wir das Berliner Trio Vadot zum Interview geladen und haben schon damals erste Teaser-Informationen zum neuen Album „Teufels Beitrag“ bekommen. Am 12.10.12 ist es endlich soweit: Das Album steht mit 13 neuen Tracks digital zum Download bereit! Wer lieber eine CD in der Hand hält, wartet noch bis zum Album-Release am 31. Oktober und greift dann zu. Wir haben für euch jetzt schon reingehört.

Das Warten hat sich gelohnt! Ja, doch, ohne das Fazit vorweg nehmen zu wollen, muss gesagt werden, dass „Teufels Beitrag“ eine konsequente Fortsetzung des Vorgängers „In Gottes Namen“ ist. Vadot sind wütender und agressiver denn je, feinfühliger und sehnsuchtsvoller als zuvor und facettenreicher als vielleicht erwartet. Das neue Album bewegt sich in einem eindrucksvollen Spagat zwischen emotionalen Irrungen und Wirrungen und schmettert diese dem Zuhörer in einer Wortgewalt um die Ohren, dass der Hall noch lange nachwirkt. Vadot eignet sich nicht zum Mitsingen unter der Dusche, man lässt sich mit Vadots Musik nicht berieseln oder macht nebenbei den Abwasch. Man hört zu, wiegt den Kopf, bewegt den Körper, singt mit, aber nein, leichte Kost ist hier nicht zu erwarten.

„Vergib mir bitte meine Schuld – Vater hab mit mir Geduld – Sich der Dummheit zu widersetzen – Lernt man erst im Schaden schätzen.“

Es geht um Gott, es geht um den Teufel und es geht um den Menschen, der irgendwo zwischen Angst, Liebe, Sehnsucht und Konsum durch die Welt taumelt. Keines dieser Themen ist neu, interessant wird es dann, wenn diese Themen in neue Gewänder gesteckt werden. Es ist schon wirklich sehr außergewöhnlich, eine scheinbare Liebeserklärung in balladesken Walzertönen so zu gestalten, dass sie nicht abgedroschen klingt. Ganz im Gegenteil „Hüte dich“ erzählt von mehr als einer Liebelei. Schiere Leidenschaft gipfelt in einer taumelnden weingeschwängerten Klimax, welche Sänger Vadot, am stimmlichen Rand des Wahnsinns, sehr gekonnt vertont.

„Hier spricht der Gott der Namenlosen – Hier spricht der Gott der Wüstenrosen – Hier sprich der Gott des Widerstandes – Fürchte nicht den Niedergang – Hier spricht der Gott der Inspirierten – Hier spricht der Gott der Gott der Engagierten – Hier spricht der Gott der Höhenangst – Ich zeige dir dass du fliegen kannst“

War „In Gottes Namen“ noch mit sehr tanzbaren und eingängigen Elementen durchzogen, sind die Töne auf diesem Album eindeutig schwerer und eindringlicher. Auch musikalische überwiegen düstere Töne. Die Instrumente sind dabei hervorragend arrangiert und transportieren in eindringlichen Synthie-Klängen, rockiger Gitarre und energischem Schlagzeug einen dichten atmosphärischen melodischen Teppich. Eindrucksvoll und gut platziert hört man immer wieder treibende Pianoklänge, wie auch in „Zerissen“.
Die thematische und musikalische Bandbreite wird dem Hörer spätestens dann bewusst, wenn sich an „Verdammte Seelen“ mit Gänsehaut auf den Armen, “Du mit mir” mit sakralen Klängen und anprangernden Worten anschließt.

„All die Sakkos die nicht sitzen – Und die Herrn die drin schwitzen – All die Dummheit hier im Land – und die Parolen an der Wand – All die Bussis und die Tussis – und die glattrasierten Pussys – all die Koksnasen, Playboyhasen, hohlen Phrasen – Raus raus raus – Ihr habt hier Hausverbot.“

Hört Vadot zu! Nein, wirklich, hört der Band zu! Es lohnt sich, ihren Zeilen Aufmerksamkeit zu schenken und dieses Album intensiv zu hören. Immer wieder wird Vadot als schillernde Zukunft der schwarzen elektronischen Musik gefeiert. Ich möchte vor allem hinzufügen, dass Vadot heute, hier und jetzt dafür gefeiert werden sollten, dass sie so wunderbar authentisch und kraftvoll die Szene aufmischen und mit diesem Album ein wirklich beeindruckendes und stimmiges Werk zusammengestellt haben, dass mit absoluter Sicherheit noch lange in meinem Player und in den Ohren rotieren wird.

valve-magazine.net 10/2012 Also, die Musik von “Motten ums Licht” geht ja mal direkt in die Beine. Aber geht es euch wie uns – lieber nicht den Kopf einschalten und sich den Text auf Unverständlich-Englisch vorstellen? Oder trifft die Band genau ins Schwarze? Das zweite Album “Teufels Beitrag” erscheint am 31.10. und die 13 Songs kombinieren ein eingängiges Schlagzeug, treibende Synthie-Sounds und handfeste Gitarren geschaffen.

hazzardofdarkness.net 10/2012 Feiner Elektrosound aus Berlin! Kreuzberg: Längst nicht mehr nur der Krawallbezirk, VADOT steuern ihren “Teufels Beitrag” dazu!

nachtaktiv 04/2011 Die Berliner Band Vadot hat im letzten Jahr ihr neustes Werk „In Gottes Namen“ an den Start gebracht. Darauf zu finden gibt es neun synthetische Tracks, aus einer Mischung aus DAF, Die Krupps und And One. Der Opener „Falscher Glanz“ kann gleich mit tollen Synthie Sounds sowie eingängigen Gesang überzeugen. Nach den ganzen schnelleren, tanzbaren Stücken geht es mit „Sonst Nichts“ etwas ruhiger und melancholischer zu. Ein wirklich wunderschönes Stück, das schon fast als Ballade durchgehen kann. Und auch das letzte Stück „Vorbei“, geht noch einmal in die langsamere Richtung und beendet das Werk somit mit etwas ruhigeren Tönen. Mit „In Gottes Namen“ haben Vadot ein abwechslungsreiches Werk geschaffen, mit einer gelungenen Mischung aus synthetischen Klängen und den mal aggressiven, rauen und mal melancholischen Vocals.

Anspieltipps:
Falscher Glanz
Sonst Nichts
Vorbei

darkerradio 07/2010 Vadot leben das was den meisten Bands in den letzten Jahren abhanden gekommen ist: Konsequenz, Authentizität und Vielfalt. Kein Song gleicht dem anderen. Die Songs sind abwechslungsreich und vielseitig produziert und bestechen durch ihre verschiedenen Stimmungslagen. Sie lassen sich auf das Abenteuer „deutsche Sprache“ ein, ohne abgedroschen oder kitschig zu klingen. Die Electro-Rockavantgarde in Deutschland sieht sich mit einem Rohdiamanten des Generes konfrontiert: Vadot.

www.reflectionsofdarkness.com 10/2010 VADOT is a German speaking band that cannot be pigeonholed. Every song sounds different and the instruments are really well-arranged. Nothing seems to be left on something’s chance. All lyrics are containing different problems, starting from personal trouble and love (‘Ohne Furcht’) to the fights at the stock exchanges (‘Ein Schritt Vor’). They include some samples from lyrics and poetry that sounds a bit strange to the harsh voice.

This is a debut album that will be not the last the band releases, I think. It sounds like a mix of “Neue deutsche Welle” with intelligent lyrics and new instruments. Electronic fans who also like LEAETHER STRIP or DAF should listen to it, even though they are not hard and fast enough to reach the clubs, I think. Also the weighting seems to be on the lyrics too, talking about fear and trouble with an dominant voice. Everything you hear will be electronic samples and beats. Some of them as fast and some of them quite harmonic. ‘Vorbei’, the last song of the album, is such an example for the last latter. Symphonic samples with nice high-heads.

The whole CD is nothing really new, nothing special but special enough to remember. In case of their first songs from 2006 till today, the two musicians needed nearly four years to produce this album. But they have published a few EPs and Compilation-Tracks for different albums, such as the Dark Spy, Sonic Seducer or Zillo. I don’t know if this is good though. This record is something for those who like electronic music with ambitious content. In the end remains the question if this should be the first or last album, because it is too different, too different to be appropriate for the masses.

necroweb 07/2010 Eine schöne Mischung aus angenehmen New Wave Klängen und bösen Vocals präsentieren uns Vadot auf ihrem Debüt “In Gottes Namen”. Schon der Opener “Falscher Glanz” klingt anfangs recht gewöhnungsbedürftig, wird aber im weiteren Verlauf immer harmonischer.
Besonders die Synthie Sounds kommen dabei wunderbar zur Geltung und werden geschickt mit den bereits erwähnten Vocals kombiniert. Ein gelungener Opener für dieses Album.

Mit ungewöhnlichen Samples, welche sich mit dem Finanzmarkt beschäftigen, wird der folgende Track “Ein Schritt Vor” eröffnet. Schnell setzt jedoch der Gesang ein, der weiterhin recht aggressiv daherkommt. Jedoch ist keine Spur von Langeweile auszumachen, da “Ein Schritt Vor” fast komplett anders klingt als noch der erste Song. Einige bekannte Töne sorgen für den Wiedererkennungswert und ein stimmiges Gesamtkonzept. Immer wieder lockern Samples dieses Stück angenehm auf.

Fast schon balladesk mutet der Song “Sonst Nichts” an. Zwar sind die Synthies auch hier sehr treibend, jedoch wird das Tempo deutlich zurückgeschraubt und auch der Gesang kommt wesentlich ruhiger daher. Insgesamt ist “Sonst Nichts” eine angenehme Auflockerung des ansonsten wesentlich schnelleren Albums.

Highlight dieses Werkes ist in meinen Augen der Titel “Junge Jungen”. Dieser kommt fast schon genreklassisch daher und erinnert ganz leicht an die gute, alte Zeit der NDW. Trotzdem haben Vadot auch diesem Track ihren Stempel aufgedrückt. Der Gesang ist eindeutig an Falco angelehnt. Interessanterweise provozieren Vadot diese Assoziation ohne kopierend zu wirken.

Passenderweise heißt der letzte Song auf “In Gottes Namen” “Vorbei”. Hier wird vor allem mächtig am Ambiente geschraubt und der Text tut sein Übriges, um diese Scheibe würdig zu beenden. Erneut sind Vadot wieder recht balladesk unterwegs, eine Disziplin welche die Band jedoch recht gut beherrscht.

Insgesamt ist “In Gottes Namen” zwar sicherlich keine Revolution und auch keine Genreneuerfindung, aber durchaus eine durchgehend gut hörbare CD, die ohne Weiteres auch zwei bis drei mal im Laufwerk rotieren kann, ohne Langweilig zu wirken. Dieser Umstand erschwert natürlich eine Bewertung dieser Scheibe ungemein. Ich werde jedoch gute acht Punkte geben.
Das liegt zum einen daran, dass hier nicht kopiert wurde. Vadot haben sich sichtlich Mühe gegeben und viele Innovationen einfließen lassen. Zum anderen kann man sich von “In Gottes Namen” wunderbar berieseln lassen oder aber auch komplett in diese Scheibe eintauchen, um alle Facetten in sich aufzusaugen. Auch von technischer Seite gibt es an “In Gottes Namen” nichts zu bemängeln.

dark spy magazin 07/2010 Knapp ein Jahr ist vergangen, da brachte Vadot die EP “Massentauglich”
auf den Markt um Fans und Kritikern die Wartezeit bis zur Veröffentlichung des neuen Albums zu verkürzen und vor allem zu versüßen. Und nun ist es endlich soweit:

“In Gottes Namen” lautet der sakrale Titel seines neusten Werkes. Aber um Vorurteile direkt einmal zu aus dem Weg zu räumen: es handelt sich hier um alles andere als Kirchenmusik, auch wenn der Name des Albums und die weiße Taube im Artwork dies beim ersten Eindruck so vermitteln mag. Denn der Berliner ist vor allem ein Garant für düsteren Synth- und Electropop. Und auch wenn auf “In Gottes Namen” nur neun Titel zu finden sind, mit der Devise Qualität statt Quantität, hat Herr Vadot auf das richtige Pferd gesetzt.

Und das bekommt man auch zu hören. Angefangen bei dem vorwurfsvollen Stück “Falscher Glanz” oder dem atmosphärischen Titel “Sonst Nichts”, in dem Vadot seinen Hass so stichelnd und genau platziert, wie die perfekt arrangierten Synthesizer-Sequenzen. Aber auch Songs wie “Ohne Furcht” und “Kreuzfeuer” brillieren durch ihre intelligente Texte und eine wahrhaft abgeklärte und zugleich unterkühlte Stimmung. Anspieltipp: “Ein Schritt vor” und “Scheit für Scheit”.

www.dunkel-volk.de 06/2010 Letztes Jahr erzählten wir euch von Vadots Debütalbum „Massentauglich“ und fast ein Jahr später fängt „In Gottes Namen“ genau da an wo das erste Album aufhörte. Und treibt es auf die Spitze. Schon die ersten Lieder prangerten ganz klar Umstände in Gesellschaft an und spielten mit ironischen Motiven und Texten, aber die neun Songs, die dieses Jahr am 18.06. erscheinen, bündeln Wut, Trauer und Kritik noch eindrucksvoller in Ton und Wort.

Vadot prangert an und stellt einiges in Frage, zeigt unangenehme Verhältnisse in der Gesellschaft auf und betrachtet immer beide Seiten der Medaille. Häufig verwendete Motive sind Konsumsucht, Geld und zwischenmenschliche Verhältnisse, die wir alle erleben und die uns alle berühren. Das Gefühl nicht weiter zu kommen im Leben, zurückzufallen alles aber irrational stoisch und debil grinsend hinzunehmen. So kann „Ein Schritt vor“ verstanden werden, ein absolut ohrwurmiger Song, der eines der Aushängeschilder des Albums ist und neben dem gut funktionierenden Text auch Tanzflächen füllen dürfte. „Junge Jungen“ haut inhaltlich in eine ähnliche Kerbe und belächelt in ironischen Worten die klassische Rollenverteilung zwischen Mann und Frau, eingefahrene Lebensmuster und den „neuen Menschen“ . Musikalisch fühlte ich mich hierbei sofort an And One erinnert, was aber eher schmeichelnd zu verstehen ist, da Vadots , besonders hier, sehr markante Stimme klar für einen Wiederkennungswert sorgt. Wunderschön und klangvoll kommt „Die Schönste“ als eine Art Anti-liebeslied daher und besingt den Zwiespalt, den Emotionen mit sich bringen können, in einem ebenso zwiespältigen Klangkleid aus sehr melodischen elektronischen Tönen und einer sehr klagenden und doch aggressiven Stimme.

Vergiss Moral, vergiss die Furcht, Augen zu, da müsst ihr durch, keine Gnade, kein Erbarmen, es geschieht in Gottes Namen

Ist der Satz und Albumtitel „In Gottes Namen“ also ein Weckruf an alle da draußen, die nicht aus sich, aus dem monotonen Gesellschaftsmuster, aus liebgewonnen schlechten Gewohnheiten und allgegenwärtiger Tyrannei entwachsen können? Also wortwörtlich die Floskel, die so manchen Satz von uns begleitet wenn wir verzweifelt an jemanden appellieren? Oder ist es vielmehr die vernichtende Kritik daran, alles in fremde Hände zu legen und davon auszugehen, dass schon irgendjemand die Verantwortung für das eigene Leben übernimmt, dass das Leben schon immer so war und eben genauso auch weitergehen wird? Die Antwort liegt höchstwahrscheinlich irgendwo dazwischen und muss von jedem Hörer selber gefunden werden.

Musikalisch bringt das neue Album nicht viele Neuerungen, man fährt eine klare Linie, setzt auf Altbewährtes und gute elektronische Kompositionen, aber das eben sehr konsequent und mit hoher Qualität. Demnach darf das nicht als negativer Kritikpunkt verstanden werden. Einzig und allein wünscht man sich ab und an ein paar experimentelle Einlagen, ein paar musikalische Ausflüge, die die einzelne Lieder noch mehr im Ohr verankern.

Jeder der das erste Album mochte, ist hiermit zum Kauf des zweiten sozusagen verpflichtet, und jeder, an dem „Massentauglich“ vorbeigezogen ist, möge spätestens jetzt zugreifen und sich an dem Berliner Wortakrobaten und Synthiezauberer erfreuen.

sonic seducer 11/2009 So kann es gehen: Wo einst zarte Elektroniksounds puckerten, hallen nun deftige Rocknummern mit deutschen Lyrics über den Hinterhof in Berlin-Kreuzberg. Vadot hat sich im Frühjahr Verstärkung an Schlagzeug und Gitarre geholt und die gewonnene Dynamik direkt mit der EP „Massentauglich“ unter Beweis gestellt. „Falscher Glanz“ setzt genau dort wieder an und lässt keinen Zweifel daran, dass er sich auf dem richtigen Weg befindet. (JK)

www.dunkel-volk.de Unverhofft kommt oft, und so passiert es manchmal eben auch, dass man mit einem freundlichen Lächeln eine CD in die Hand gedrückt bekommt und auf diesem Wege eine Berliner Band kennen lernt, die es sich wohl zum Auftrag gemacht hat im Eilschritt die deutsche elektronische Musikszene aufzuwühlen.

Vadot setzt sich zusammen aus Beate von Shuffle am Schlagzeug, Moses M. an der Gitarre und Vadot selber, zuständig für den Gesang, ein Triumvirat das zusammen Lieder eingespielt haben, die den Körper einnehmen: Sie setzen sich im Ohr fest, lassen die Füße wippen, flüstern zum Herzen, trommeln in den Kopf ein.

Das hier ist unverdaulich!
Das hier ist streng vertraulich!
Das hier ist massentauglich!

Die gelungene Mischung aus synthetischen Klängen und dem teils herben und rauen aber stets gefühlvollem Gesang, funktioniert ausgesprochen gut.
„Electronic Cash“ ist wohl eines der Aushängeschilder Vadots, ein eher ruhiges, aber sehr treibendes Stück, das durch Gesang und Zusammenspiel von Gitarre und elektronischen Klängen an Druck und Kraft gewinnt. „Massentauglich“ und „Ist das so“ klingen ganz klar nach einer vollen Tanzfläche, Schnellere Beats, viel Bass und ein eingängiger Rhythmus mit einem Text, der schnell im Ohr hängen bleibt. Den sanfteren Stücke wie „Du fehlst“ und „Trost“ fehlt etwas der packende und überzeugende Ton, wenn auch die Texte wirklich berühren und spätestens die Refrains aber dann doch dafür sorgen, dass die Lieder an Wiedererkennungswert gewinnen.

Sitz schweig still sprich
Das Projekt rund um Vadot teilt mit, ohne zu belehren und kritisiert ohne aber dröge zu wirken und mit Klischees um sich zu werfen und verbinden das mit einer angenehm ungezwungenen aber nicht substanzlosen Musik.

www.gothic-family.net Manchmal ist der Weg einer Promo-CD recht merkwürdig. Zuerst entstand der Kontakt zu Vadot aus Berlin über Myspace, dann kam er an unseren Stand auf dem Amphi-Festival in Köln und übergab uns die aktuelle CD…

“Massentauglich” ist wirklich für die grosse Schar der EBMler tauglich. Ein leichter Hauch von And One aus früheren Zeiten gemischt mit Gitarre, nicht schlecht. Mit fünf Tracks ausgestattet ist das ein gelungener Start in die Musikwelt und ich hoffe, dass unsere offenen Leser auf die Myspace-Seite von Vadot gehen und sich ein eigenes Urteil bilden. Homepage: http://www.vadot.de/

www.elektrauma.de Ein Schatten geht zurzeit in der Synthiepopszene um. Der eine oder andere hat vielleicht schon Vadot Gore gehört. Seine größte Aufmerksamkeit hatte der Musiker, als er bei der beigelegten CD der Zeitschrift Orkus im letzten Jahr mit seinem Song „Berlin“ vertreten war. Die in Eigenproduktion veröffentlichten Songs haben schnell die Runde gemacht. Und für alle die, die von diesem interessanten Künstler bislang noch nichts gehört haben, sei gesagt: Hier tut sich etwas. „Zweifelhaft“, der Nachfolger des Debüts „Einzelhaft“, präsentiert wieder mal alle Vorzüge von Vadot Gore.

Die spröde Elektronik ist dabei nur Mittel zum Zweck. Sie ist nicht da, um in irgendeiner Weise großartig zum Tanzen zu animieren. Vadot Gore macht Musik rein zum transportieren seiner Texte. Und genau das ist die Stärke und das Markenzeichen von Vadot Gore. Inwiefern der Musiker mit einem gewissen gleichnamigen Musiker der Kultformation Depeche Mode verwandt ist, kann nicht genauer bestimmt werden, die Songwriterqualitäten allerdings scheinen mit diesem Namen sehr eng verbunden zu sein.

Die durchweg in deutsch getexteten Lieder haben eine ganz eigene Qualität. Zuletzt hat man so intelligente Texte bei Second Decay gehört (eine Band, die sicherlich Vadot Gore beeinflusst haben muss). Hier geht es nicht immer nur um Liebe oder die üblichen Themen, hier werden philosophische Allgemeinplätze aufgemacht und durchexerziert. „Meine Welt“, „An Alle“, „Einfach Zweifelhaft“ oder das etwas entrückte „Mango Lassi“ zeigen die Beobachtungsgabe von Vadot Gore. Sowohl im Ganzen, als auch Nahaufnahmen sind bei Gores Lieder vorhanden.

Vadot Gore hat das, was der Synthiepopszene etwas gefehlt hat: intelligente Texte. Es ist daher auch keine Häme, wenn ich sage: Vadot Gore ist der Reinhard Mey oder Konstantin Wecker der Electropopszene. Wertung: 5 von 6

www.synthetics-radio.de Deutsche Musiker gibt es zwar eine ganze Menge, die meisten kann man allerdings nur belächeln. Das es dennoch immer wieder neue Leute versuchen, sich in diesem harten Geschaumlaeft zu behaupten ist schon sehr bewundernswert. Vor allem wenn es sich dabei, um solch´ ein Talent wie Vadot Gore handelt.

Auf der Suche nach Gerechtigkeit, Harmonie und Besinnung, nach einfachen Antworten auf schwierige Fragen sind Lieder voller Zweifel, Unruhe und Sehnsucht entstanden . So hat Vadot ein paar wundervolle Tracks komponiert und produziert und diese allesamt auf einem schicken Silberling in Eigenproduktion arrangiert. „Einzelhaft“ hat 11 Tracks zu bieten, die allesamt in deutscher Sprache verfasst wurden. Ein Umstand, der es Gore eher schwerer als leichter macht, denn auch wenn deutschsprachige Musik auf dem Vormarsch ist, gilt es damit immer noch Mauern zu durchbrechen.Diese überwindet der Berliner aber problemlos, dafür sorgt schon seine äußerst charmant arrangierte Synthie-Musik, die an die fruehen Depeche Mode und Melotron erinnert.

Wer lange um die Zukunft deutscher Musik gebangt hat, der kann sich nun Voll und Ganz auf Herrn Gore verlassen, dessen Namenswahl einiges verspricht, was zum großen Teil auf „Einzelhaft“ auch eingehalten wird. Der größte Bonus, den Gore seinen Hörern schenkt, entspringt der Ehrlichkeit mit der sein Erstlingswerk gefüllt ist. Gerade das und die Vorbilder, die man nicht ignorieren kann versprechen eine tolles Album, das man mindestens einmal gehört haben sollte. Das Album kann man über seine Webseite für 12 Euro inkl. Porto bestellen.

Orkus-Magazin Lässigen Synthpop ohne nervige Klischee präsentiert Vadot Gore auf seinem Debüt „einzelhaft“. In durchgehend sehr persönlichen Liedern wird von Krisen des Alltags wie auch von zeitlos schönen Dingen gesungen, eingerahmt in modernen elektronischen Sound. „Berlin“ ist nur ein Beispiel des hochwertigen Erstlings, dem zweifellos noch viel folgen werden.